Sf: Wie ist Dein Faible zum Thema Essen zustande gekommen?
F.B.: Meine Großmutter betreibt eine Besenwirtschaft in Schwaben und somit habe ich einen gastronomischen Hintergrund mit Kinderarbeits-Einschlag.
1997 wurde die Redaktion des Feinschmeckers neustrukturiert, ich kam dazu und bekam Kontakt zur Haut Cuisine.
Sf: Welchen Koch findest Du in Bezug auf das Anrichten spannend? Was gefällt Dir beim Anrichten gar nicht?
F.B.: Ich glaube, das sehen Fotografen alle gleich: Suppe ist immer eine Herausforderung, es kostet mehr Zeit das Gericht zu inszenieren. Köche, die eine Linie mitbringen sind dankbarer, weil die Arbeit schneller geht. Tim Raue liegt mir vermutlich am besten, da er das Essen oftmals fotografisch sieht.
Sf: Welcher Koch würde Deinem Stil im kulinarischen Sinne perfekt entsprechen?
F.B.: Die Frage ist aus meiner Sicht nicht mit einem Namen zu beantworten. Gerade die Vielfalt ist das Erfüllende. Ich fühle mich im Berliner Biotop sehr wohl: Marco Müller, Tim Raue, Wolfgang Müller, Stefan Hartmann, Michael Kempf oder auch Peter Frühsammer. Von außerhalb fallen mir Thomas Kellermann, Peter-Maria Schnurr und Thomas Bühner ein – allesamt toll. Und dabei habe ich bestimmt noch einige vergessen...
Sf: Welches ist in Deinen Augen das Kochbuch mit den weltweit besten Food-Fotos?
F.B.: Ferran Adriàs Bücher sind super und auch die Bücher des Mugaritz, des Noma oder dem Quay gefallen mir sehr.