News  1.Dezember 2019

Mit geröstetem Kaffee zum besonderen Genusserlebnis

Wird über das Rösten von Kaffee gesprochen, spricht man auch gleich über das traditionelle Handwerk. Denn dieses ist entscheidend für den Geschmack des Kaffees. So legen Röstmeister einer Kaffeemanufaktur für jeden einzelnen Kaffee Röstprofile an. Diese sollen den besonderen Charakter eines Kaffees hervorheben. Dazu muss man wissen, dass eine einzige Kaffeebohne aus rund 400.000 Zellen besteht, die sich unter der Zufuhr von Hitze verändern. In den komplexen chemischen Reaktionen, die daraufhin stattfinden, werden Aminosäuren und Zuckerstoffe neu kombiniert oder neu gebildet. Somit ist der Kaffee, den viele jeden Tag „neben zu“ trinken, eines der aromatischsten Lebensmittel, die wir kennen.

Wer nun also leckeren Kaffee kaufen möchte, achtet entsprechend auf die Röstung. Denn Letztere spielt in Bezug auf die Qualität eine wichtige Rolle. Denn der Kaffee als solcher wird als ungerösteter Rohkaffee aus dem Produktionsland importiert. Dieser ist jedoch länger haltbar und kann auch die Aromen besser halten, als die geröstete Variante. Durch die Röstung werden dank der Hitze Gase freigesetzt. Das ist auch der Grund dafür, das, wenn man an einer Kaffeerösterei in Berlin vorbeikommt, es so herrlich gut duftet. Allerdings verliert die Kaffeebohne durch das Entweichen dieser Gase auch das Aroma. Somit fehlt es dem Kaffee dann mit der Zeit an Aroma und er schmeckt fade.
Ähnlich zu gutem Wein also, der nach dem Öffnen auch schnelle an Bouquet verliert. Daher sollte man unbedingt dafür sorgen, dass der Kaffee in einer gut verschlossenen Umgebung aufbewahrt wird. Nur so bleibt bester Kaffee lange frisch und schmeckt. Optimal wäre es, seinen Kaffeekonsum gut zu kennen und genau die Menge an geröstetem Kaffee zu kaufen, der tatsächlich benötigt wird. Zudem sollte der gerade erst geröstete Kaffee noch gute 5 Tage lang ruhen. Dabei kann er sein Aroma perfekt entfalten. Daher sollte also ein Kaffee, der gerade erst in einer Rösterei hergestellt wurde, zwischen den Tagen 5 und 30 konsumiert werden.

Bei der Haltbarkeit kommen viele dann ins Überlegen. Denn auf der einen Seite steht das gesetzliche Mindesthaltbarkeitsdatum sowie das empfohlene Verbrauchsdatum. Das Haltbarkeitsdatum wird jedoch, da ein alter Kaffee keine wirklichen negativen Auswirkungen hat, großzügig mit einem Jahr bemessen. Lediglich das Aroma leidet unter der Zeit. Dennoch sollte ein frisch gerösteter Kaffee binnen 4 bis 6 Wochen aufgebraucht werden. Danach schmeckt dieser nicht mehr, wie ein gutes Getränk dieser Art schmecken sollte. Werden die Bohnen gemahlen, können die Gase schneller austreten und somit verliert der Kaffee in Form von Kaffeepulver zusätzlich Aroma. Besonders stark fällt dies bei der Espressozubereitung auf. Somit ist ein guter Espresso praktisch unmöglich aus vorgemahlenem Kaffee herzustellen. Wird eine frische Zubereitungsmethode gewählt, in dem geröstete Bohnen verwendet werden, die fünf Tage geruht haben und bei der Herstellung erst gemahlen werden, kann der Espresso erst seinen deutlich intensiven Geschmack entfalten. Wer also gerne Kaffee oder speziell Espresso trinkt, profitiert definitiv von der Anschaffung einer eigenen Kaffeemühle. Tipp: Um zu überprüfen, ob der Kaffee frisch ist, kann den Kaffee mahlen und dann aufbrühen. Beim sogenannten „blooming“ entstehen Gase, sobald heißes Wasser auf das Pulver trifft. Je mehr dieser Blasen entweichen, desto frischer ist der verwendete Kaffee. Zeigen sich keine oder nur wenige, ist das Pulver schon älter. 

Das könnte dich auch interessieren