News 13.September 2017

ChefDays 2017

Vom 11. auf den 12. September ging es hoch her in Berlin, denn mit den "ChefDays" gastrierte das neuste Foodsymposium Deutschlands erstmals in der Hauptstadt. Die im Jahr 2014 vom Magazin „Rolling Pin“ ins Leben gerufene Veranstaltung hat sich in den vergangenen Jahren an den bisherigen Austragungsorten Graz und Wien zu einem spannenden Branchenevent entwickelt. In Zusammenarbeit mit der Metro war es in diesem Jahr nun erstmals möglich, das Foodsymposium auch nach Deutschland zu holen.

Und beeindruckend war die Messe in jedem Fall: Insgesamt 21 internationale Speaker haben den Veranstaltungsort "Event Island" zu einem Anziehungsort für etliche Gastronomen und private Besuch aus ganz Deutschland verwandelt. Damit war das Symposium an beiden Veranstaltungstagen auch ausverkauft. Unter den Rednern waren in diesem Jahr international renommierte Chefs wie Joan Roca aus dem "El Celler de Can Roca", Rasmus Kofoed aus dem "Geranium" in Kopenhagen, Vladimir Mukhin aus dem "White Rabbit" in Moskau sowie Andreas Caminada vom "Schloss Schauenstein". "Der Erfolg der ChefDays in Berlin hat gezeigt, dass solch ein Event in Deutschland gefehlt hat", erklärte Thomas Storck, CEO der Metro Deutschland.

Doch nicht nur international war die Crème de la Crème der Kochelite vertreten, auch national war anwesend, was in der Branche Rang und Namen hat: Joachim Wissler ausdem Restaurant Vendôme, Hendrik Otto aus dem Lorenz Adlon Esszimmer und Tim Raue aus dem Restaurant Tim Raue sind nur einige der deutschen Stars, die auf der Bühne ihr Können zeigten.

Im Mittelpunkt stand dabei sowohl das Geschehen auf der Hauptbühne als auch die Masterclasses auf dem Nebenschauplatz im "Messe-Bereich" wurden. Egal ob bei Tim Raue, der mit seinem Vortrag demonstrierte, wie er mit seiner "asiatisch inspirierten Küche" eine Nische eroberte, oder beim frisch gekürten "Berliner Meisterkoch" Sebastian Frank aus dem Restaurant Horváth, der den Zuschauern demonstrierte, wie Klassiker zeitgemäß interpretiert werden können.

Das Highlight des ersten Tages war am Montagabend die Bekanntgabe der Germany's 50 Best Chefs, dem Publikumsaward, der in diesem Jahr zum zweiten Mal in Deutschland verliehen wurde. Glücklicher Gewinner war Joachim Wissler aus dem Restaurant "Vendôme", der damit seine Platzierung zum zweiten Mal in Folge halten konnte. Über Rang zwei auf dem Treppchen durfte sich in diesem Jahr Tim Raue freuen, gefolgt von Kevin Fehling aus dem "The Table" in Hamburg auf Platz drei.

Kräftig gefeiert und getanzt wurde bei der großen Aftershow-Party im Festsaal Kreuzberg, die von einem Auftritt des Rappers Samy Deluxe gekrönt wurde. Bei dem Event hatten Besucher auch die Möglichkeit, die internationale Kochelite hautnah zu erleben und Kollegen aus dem deutschsprachigen Europa kennenzulernen.

Interview mit Thomas Stork, CEO der METRO

Wie ist die Zusammenarbeit bei den ChefDays entstanden?
Die Metro-Kollegen in Österreich sind bereits seit Jahren Partner der ChefDays Graz – wo dieses spannende Eventformat umgesetzt wurde. Sowohl das Magazin als auch wir haben in Graz viele gemeinsame Erfahrungen gesammelt und diese dann in Berlin einfließen lassen. Das erfolgreiche Foodsymposium dann erstmals nach Deutschland zu holen, war natürlich eine Herausforderung. Aber das Ergebnis spricht für sich: Ausverkauft!

Wo genau sehen Sie den innovativen Charakter einer solchen Messe, da es natürlich schon das eine oder andere Format gibt?
Ich glaube, dass es wichtig ist, den Blick auf die Gastronomie im aktuellen Zeitgeist neu zu platzieren. Gastronomie ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor mit ca. 4,5% gesamtwirtschaftlicher Bedeutung. Aber irgendwie findet alles hinter der Kochlinie statt, die Leute dort haben viel Stress. So ist die Branche leider etwas negativ belegt. Und was wir gemeinsam mit den ChefDays erreichen wollen, ist dieses Bild zu verbessern. Die Gastronomie ist ein Teil der Kultur, ein extrem wichtiger Arbeitgeber. Der Job Koch, der nicht nur Kunst auf den Teller bringt, sondern ganz grundlegend zunächst Menschen ernährt, ist wertvoll und kann unfassbar abwechslungsreich sein. Viele finden darin ihre Lebenserfüllung. Und hoffentlich auch immer mehr Menschen in Deutschland.

Sie haben in einem Interview gesagt, dass Sie den Gastronomen besser verstehen wollen. Welchen Mehrwert nimmt ein Gastronom mit nach Hause, der hier auf der Messe war?
Neben dem Vernetzen, dem Kennenlernen von Kollegen, sieht der Gastronom natürlich auch die Branchengrößen hautnah und in Aktion auf den Bühnen. Darüber hinaus bieten die ChefDays eine tolle Chance, mit den Produzenten, Lieferanten und Manufakturen ins Gespräch zu kommen. Den Produzenten wiederum ist es auch sehr wichtig ein direktes Feedback von den Besuchern zu bekommen. Darüber hinaus sind einige Service-Anbieter und auch Ausbilder vor Ort, was das Ganze rund abschließt.

Welche Mehrwerte nimmt die Metro von der Messe mit?
Sowohl für unseren Partner RUNGIS Express als auch für uns ist das Feedback der Kunden und Besucher sehr wichtig. Gerade in einer so gelösten Atmosphäre sagen die Kunden einem noch viel mehr die Wahrheit darüber, was gut läuft, aber eben auch was nicht funktioniert. Darüber bekommen wir viele Hinweise und werden diese nach Möglichkeit umsetzen, damit es danach Mehrwert für alle gibt.

Speaker 2017

Andreas Caminada, Schloss Schauenstein, Schweiz
Rasmus Kofoed, Restaurant Geranium, Kopenhagen
Dani García, Restaurant Dani Garcia, Marbella
Jonny Lake, The Fat Duck, UK
Vladimir Mukhin, White Rabbit, Moskau
Nick Bril, The Jane, Antwerpen
Tim Raue, Restaurant Tim Raue, Berlin
Joan Roce, El Celler de Can Roca, Girona
Ryan Clift, Tippling Club, Singapur
Dominique Persoone, The Chocolate Line, Belgien
Richard Rauch, Steira Wirt, Österreich
Tim Mälzer, Deutschland

Masterclasses 2017

Tohru Nakamura, Geisels Werneckhof
Christian Hümbs, Atelier
Joachim Wissler, Vendôme
Tim Raue, Restaurant Tim Raue
Sebastian Frank, Restaurant Horváth
Tristan Brandt, OPUS V
Marco Müller, Rutz
Arne Anker, Pauly Saal
Hendrik Otto, Lorenz Adlon Esszimmer
Bobby Bräuer, EssZimmer

Die ChefDays Germany kommen am 10. und 11. September 2018 zurück nach Berlin.

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